Infos aus dem Breitensportbereich

Wanderreittour zur Stirnhelle in Oberrosphe (Burgwald)

Ein geführter Ritt mit kulturellem Hintergrund und Urlaubsfeeling

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Am Samstag, den 24. Juni 2017 trafen sich neun Reiter mit ihren Pferden am Festplatzgelände des kleinen Ortes Oberrosphe, welches ein Ortsteil von Wetter in Mittelhessen ist und am Rande des wunderschönen Burgwaldes liegt. Oberrosphe ist übrigens das älteste Dorf des Burgwaldes.

 

Von dort aus sollte der von Birga Röhr und Thomas Schließmann hervorragend organisierte Ritt, nach einer kurzen Kennenlernrunde und Besprechung, starten. Wir hatten bestes Wetter, bei circa zwanzig Grad, einem Sonne-Wolken-Gemisch, einer frischen Brise Wind und somit sehr wenigen Insekten! Die Tour begann zu Fuß durch den Ort bis zur Ortsrandlage, was sich als guter Plan erwies, da sich die Pferde nur teilweise untereinander kannten und so eine geeignete Reiter-Reihenfolge der gerittenen Strecke entstand.

 

Als alle Reiter auf ihren Pferden saßen, ging es los. Ein kleiner Feldabschnitt lag vor uns. Rund um den Ort findet man wunderschön hügelige Gras- und Ackerlandschaft mit vielen Graswegen, welche in den Wald münden und sich dort als Erd-Sandwege erstrecken. Somit war der gesamte Ritt auch für Barhufpferde wunderbar zu bewältigen. Im Wald angekommen, erwartete die Reiter und ihre Pferde ein wunderschöner Ritt auf unterschiedlichen Wanderwegen und Pfaden, ein damaliger Handelsweg mit verschiedenen Böden, bergauf und bergab, über Stock und Stein, abenteuerlichen Aufstiegen, entlang an uralten Eichenbäumen, Adlerfarnpfade solange der Blick reichte, Froschteiche mit entsprechendem Klang - kurzum man bekam einen Ritt für alle Sinne geboten und fühlte sich wie im Märchenwald von Hänsel und Gretel...Angeblich handelte dieses Märchen ja sogar im Burgwald.

 

Aber der Gipfel war noch nicht erreicht, der Weg gewann an Steigung und schließlich kamen wir an der alten Burgruine Hundsburg, mitten im Wald, unserem Pausenort, an. Uns erwartete vor allem die Stille, nichts außer dem Vogelgesang, einer einladenden Sitzgruppe, ein paar Bäumen zum anbinden der Pferde und … Süßigkeiten. Bis dahin hatten wir inzwischen neunzig Minuten im Sattel verbracht und wir genossen die Pause inmitten der Natur und interessanten Gesprächen, denn auch die Reiter kannten sich natürlich nicht alle untereinander. Anschließend erwartete uns ein spannender Abschnitt unseres Ritts zur Stirnhelle.

 

 

Eine 387 m Erhöhung mit atemberaubendem Blick über das gesamte Marburger Land, bis hinaus zum Ederbergland, Gießener Land und bei guter Sicht sogar darüber hinaus. Ein unvergesslicher Anblick über das sich weit erstreckende Mittelgebirge, was Wanderer begeistert, aber hoch zu Pferd noch viel imposanter erscheint. Nach einem kurzen Fotoshooting ging es dann an den Abstieg. Für mich als durchaus regelmäßiger Geländereiter, ein Ritt mit mittelschwerem Schwierigkeitsgrad. Das Schöne an diesem Ausflug war, dass Birga immer eine Alternativroute bereit hielt und anbot, falls jemand zu unerfahren oder die Pferde nicht trittsicher genug gewesen wären. In diesem Ritt jedoch blieben wir alle auf der „Abenteuerroute“ und diese führte auf sich schlängelnden Pfaden, mit tiefhängendem Geäst, bergab und bergauf, querfeldein durch das Waldgebiet.

 

Hier lernt man seinem Pferd zu vertrauen, und umgekehrt- ein tolles Gefühl! Kurze Zeit später erreichten wir dann den kleinen Ort und legten die Strecke bis zu unseren Anhängern wieder zu Fuß zurück, damit die Sattelgurte etwas gelöst und die Pferde die Reststrecke ohne Arbeit zurücklegen konnten. Am Parkplatz gab es nach dem Versorgen der Pferde dann noch frisch gebrühten Kaffee, natürlich auf dem Campingkocher, von Birga. So endete unsere Ritt bei gemütlichem Beisammensitzen! Danke vor allem an Birga und Thomas, für diesen genialen Tag!

 

 

Mein persönliches Fazit: Wir hatten eine buntgemischte Truppe von Pferden, sowohl meine fünfjährige, unerfahrene Stute, als auch der dreiundzwanzigjährige Isländerwallach, hatten keine Probleme, diesen Ritt zu bewältigen. Das lag vor allem an der hervorragenden Organisation, als auch die geniale Rücksichtnahme alle Reiter! Obwohl ich in dieser Landschaft aufgewachsen bin, kam es mir vor, als sei ich im Urlaub! Ein unvergessenes Erlebnis und ich lege jedem ans Herz, dieses Angebot der EWU-Hessen in Anspruch zu nehmen. Es ist toll dass uns so etwas geboten wird und auch das breitensportliche Interesse gefördert wird. Meine Mädels – und ich, sind mit Sicherheit bald wieder dabei!

 

Herzlichen Dank!

 

Tanja Ludwig

 

 

 

 

Unsere nächsten Termine:

 

08.07. Zwischen Schloss Ziegenberg und Schloss Kransberg

19.08. Östlicher Vogelsberg

07.10. Der Herzberg

 

26.06.2017